Der Wettbewerbsentwurf für die neue Volksschule versteht sich als präzise städtebauliche Ergänzung entlang der Augasse und stärkt durch seine Positionierung die räumliche Fassung des Straßenraums. Der kompakte Baukörper orientiert sich sowohl an der Straßenflucht als auch an den nördlich gelegenen Freisportanlagen und schafft durch seine charakteristische Geometrie eine klare Identität im Umfeld. Gleichzeitig entstehen differenzierte Außenräume für Bewegung, Aufenthalt und Erholung – vom aktiven Vorbereich an der Augasse bis zu geschützten Gartenzonen für die Partner:innenklassen.
Im Inneren organisiert sich die Schule um vier Lerncluster, die sich über zwei Obergeschosse verteilen. Klassenräume, Gruppenräume und offene Lernzonen bilden flexible Einheiten, die unterschiedliche Unterrichts- und Lernformen ermöglichen. Innenhöfe, Terrassen und gebäudeintegrierte Freiräume erweitern die Lernlandschaften ins Freie und fördern Orientierung, Kommunikation und gemeinschaftliche Nutzung. Zentrale Bereiche wie Aula, Ausspeisung, Mehrzweckräume und Sporthalle sind so angeordnet, dass sie sowohl den Schulalltag unterstützen als auch unabhängig genutzt werden können.
Architektonisch prägen großzügige überdachte Freibereiche, eine klare Gebäudestruktur und eine vorgelagerte Fassadenebene das Erscheinungsbild. Der umlaufende Fassadensteg dient nicht nur der Wartung und Erschließung, sondern wird als klimatisch wirksame Pufferzone Teil des nachhaltigen Gesamtkonzepts. Begrünte Fassadenbereiche, Retentionsflächen am Dach und ein kompaktes Gebäudevolumen tragen dazu bei, sommerliche Überhitzung zu reduzieren und ein angenehmes Mikroklima zu schaffen. Der Entwurf verbindet damit funktionale Klarheit, hohe Aufenthaltsqualität und ökologische Verantwortung zu einer zukunftsorientierten Lernumgebung.