Der Entwurf entwickelt aus der Anordnung großmaßstäblicher Baukörper eine zusammenhängende städtebauliche Struktur, die den Straßenraum definiert und das Grundstück zu einer klar lesbaren Einheit verbindet. Die gezielte Ausweitung des Erdgeschosses ermöglicht es, die geforderten Funktionen weitgehend auf einer Ebene zu organisieren und gleichzeitig eine kompakte, ruhige Gesamtform zu schaffen.
Ausgehend vom Wunsch nach einer möglichst erdgeschossigen Unterbringung aller zentralen Nutzungen entsteht eine flache Gebäudestruktur, die Pflege-, Medizin- und Therapiebereiche effizient zusammenführt. Durch die Erweiterung des Bestands werden funktionale Abläufe optimiert und kurze Wege ermöglicht. Eine zusätzliche Erschließungsachse ergänzt die bestehende Struktur und schafft eine U-förmige, voneinander unabhängige Anbindung der einzelnen Bereiche. Die vertikale Verbindung erfolgt über den Ausbau des bestehenden Liftes, der alle Ebenen inklusive Parkgeschoss miteinander verknüpft.
Die Architektur formuliert sich als umlaufende, flache Scheibe, die den Bestand umschließt, dabei jedoch durch gezielte Einschnitte und Lichthöfe Abstand wahrt. Diese sorgen für natürliche Belichtung, Orientierung und eine offene, flexibel steuerbare Raumatmosphäre. Gleichzeitig entstehen gezielte Öffnungen zum Außenraum, insbesondere in Richtung Garten, wodurch Aufenthaltsqualität und kurze Verbindungen zu den Parkierungsflächen gewährleistet werden.
Das Konzept ist zudem auf zukünftige Entwicklungen ausgelegt: Erweiterungen in Form zusätzlicher Baukörper sind mitgedacht und ermöglichen eine schrittweise Anpassung an wachsende Anforderungen, ohne die Klarheit der Gesamtstruktur zu beeinträchtigen.
(Renderings: pixLab Studios, Graz)